Saarbrücker Zeitung vom 07.12.2002
Frage: Die Schaubühne ist wie das Christkind, alle Jahre wieder kommt sie zu den Kinder und Jugendlichen ins Neunkircher Bürgerhaus. Viele Kinder warten bereits auf die Weihnachtsaufführung. So auch in diesem Jahr. Wie läuft zurzeit der Vorverkauf?
Mick: Recht gut. Die Aufführungen sind am Donnerstag, 5. Dezember, um zehn Uhr und 15 Uhr, am Freitag, 6. Dezember, ebenfalls um zehn Uhr und 15 Uhr, am Samstag, 7. Dezember, um 15.30 Uhr und am Sonntag, 8. Dezember, ebenfalls um 15.30 Uhr. Es sind in jedem Falle noch Karten zu erhalten.
Frage: Gegeben wird in diesem Jahr ein Theaterstück oder besser, das Musical, nach dem Buch von Erich Kästner "Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee". Eine kindgerechte Aufführung?
Mick: Selbstverständlich. Wir bemühen uns immer um sehr kindgerechte Aufführungen in unseren Weihnachtsmärchen. Wir haben beispielsweise auch mitgliederstarke Kinder- und Jugendgruppen, die wir bei dieser Aufführung ganz besonders einsetzen. Die Kinder im Alter zwischen fünf und acht Jahren werden bei den Gesangspassagen dabei sein und die Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren tragen die Aufführung, wobei Anja Burg, Margret Gamper und Jannick Seewald die tragenden Rollen spielen. Für Konrad, dargestellt von Jannick Seewald, hieß das, viel Text lernen. Jannick hat das gut gemeistert.
Frage: Das ist eine Schulgeschichte? Mick: Ja, es geht um das Vorurteil, dass Schülerinnen oder Schüler, die gut rechnen können, meist wenig Fantasie besitzen. Als dann Konrad, der ein guter Rechner ist, einen Aufsatz über die Südsee zu Papier bringen muss, erfährt er auch, was Fantasie ist. Eine spannende Geschichte, diese Abenteuer des kleinen Konrad und seiner Tante, der Apothekerin Ringelhut. Da die Geschichte in verschiedenen Stationen gezeigt wird, verstehen sie auch die kleineren Kinder. Es trifft auch nicht zu, dass das Musical nur etwas für Jugendliche und Erwachsene ist.
Frage: Sie sind Lehrerin und Theaterpädagogin. Treten Sie auch auf?
Mick: Mein Part und der von Kollegin und Kinderkrankenschwester Bärbel Waldura ist es, die verbindenden Texte zwischen zu singen. Hier hat die Schaubühne wieder einmal für schöne eigene Melodien und Texte gesorgt.